Gottes Freude an der Vielfalt der Menschen. Tagung zur Gendergerechtigkeit

Gendergerechtigkeit ist ein großer Begriff. Wie nähern sich die verschiedenen Religionen und Weltanschauungen diesem Thema? Damit beschäftigte sich die Tagung Gendergerechtigkeit in Religion und Weltanschauung“ am 30.6. in Kleve.

„Mich haben an dieser Tagung besonders der respektvolle Umgang miteinander und die differenzierten Diskussionen beeindruckt, so Dr. Dagmar Herbrecht, Geschäftsführerin des eeb Nordrhein. „Auch die leisen Töne wurden gehört. Wir brauchen mehr Orte, an denen solche Begegnungen möglich sind. Dabei hat die evangelische Erwachsenenbildung eine wichtige Rolle spielen.“

Zu Beginn ging Prof. Dr. Frederike Benthaus-Apel von der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum der Frage nach, wie Religiosität und Geschlechterrollenorientierung zusammenhängen. Ergebnis: Religiosität sei da zu finden ist, wo Frauen in ihrer Berufstätigkeit zurückstecken, um für die Kinder da zu sein. Offen blieb, wie Religion an die nächsten Generationen weitergegeben werden wird, wenn sich vermehrt beide Eltern Berufs-, Haus- und Erziehungsarbeit teilen.

Gendergerechtigkeit ist für alle vertretene Religionen und Weltanschauungen ein Thema, das wurde in der anschließenden Podiumsdiskussion deutlich. Gerechtigkeit schließt Gerechtigkeit im Umgang mit allen Geschlechtern ein. Darin waren sich Nigar Yardim (muslimische Theologin, Duisburg), Hans-Joachim Wefers (Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Kleve), Azin Messing (Bahá’í-Gemeinde, Kreis Kleve) und Henrike Lerch (Humanistischer Verband Deutschland) einig. Am Nachmittag wurde das Thema in Workshops vertieft.

Die Tagung war eine Kooperationsveranstaltung der Hochschule Rhein-Waal mit der Evangelischen Kirche im Rheinland, dem Kirchenkreis Kleve und dem eeb Nordrhein.