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⇒ Im Anschluss an den Gottesdienst verabschiedeten sich Weggefährtinnen, Kooperationspartner, Mitarbeitende der Studienstelle, Vertreterinnen der Zweigstellen und viele andere Gäste von Heetderks. Ein Frühbeet der Erinnerungen pflanzten sie für ihn in einer Schubkarre. Und machten gleichzeitig deutlich, wie nachdrücklich Heetderks die evangelische Erwachsenenbildung geprägt hat.

Augenhöhe muss auf Gegenseitigkeit beruhen

„Was einmal eine Schnapsidee war, konnte mit Deiner Unterstützung ein tragfähiges Konzept für die Bildungsarbeit werden. Die Menschen ernst nehmen und selbst entscheiden lassen, wie sie lernen wollen. Wir haben von Dir gelernt, dass Augenhöhe die verschiedensten Höhengrade haben kann, aber immer auf Gegenseitigkeit beruht und beruhen muss.“ So formulierte das stellvertretend für die hauptamtlichen Pädagoginnen aus den Zweigstellen Martina Wasserloos-Strunk von der Philippus-Akademie in Mönchengladbach. Sie dankte in ihrem Grußwort Heetderks dafür, dass er die gemeinsame Sache „Kirche in der Welt“ vertreten habe und immer wieder Räume zum Probieren geöffnet habe. „Oft hast Du uns mehr zugetraut, als wir uns selbst. Und immer hast Du darauf geachtet, dass wir nicht zuschanden gehen im Tollhaus Kirche. Notfalls mit einem Termin beim jeweiligen Superintendenten! Deine Loyalität war und ist eine unverzichtbare Stütze für unsere Arbeit.“

Klartext zum Schluss

Als Heetderks selbst zum Rednerpult ging, sprach er deutlich Worte. Er hob hervor, dass alles, was in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde, nicht seine, sondern die Leistung eines wundervollen Teams sei und betonte: „Es geht nicht um uns, sondern wir sind in einem Auftrag unterwegs: „Die Sach´ ist dein, Herr Jesu Christ“.“

Angesichts einer erschreckenden Sprachlosigkeit in religiösen Dingen fehle eine Gesamtstrategie für theologische Bildung, so Heetderks. „Wir müssen uns in den Gemeinden, in den Ämtern, Werken und kirchlichen Vereinen die Frage stellen: Wie können wir heute von verantwortlich von Gott reden? Und das dann auch tun. Wir brauchen mehr Theologie in der Kirche im Alltag. Wir brauchen Menschen, die Theologie elementarisieren können. Und eigentlich brauchen wir eigentlich eine Pisa-Studie zur evangelische Sprachfähigkeit, die allen Verantwortlichen deutlich macht, wie ernst die Situation in der Kirche ist.“

Plädoyer für eine politische Kirche in der Welt

Heetderks plädierte für eine politische Kirche in der Welt. Die Kirche brauche laute Stimmen, die sich auch in die Politik einmischten. Abschließend las er als Schlusspunkt ein Gedicht von Kurt Marti:

Trefflich sorgt
Hierorts die Kirche
Für einige Nebenbedürfnisse des Mittelstandes
Gefragt sind
Ein Hauch heiler Welt mit Dias und Filmen bei Kuchen und Tee
Ist dafür
einer
einst aufgehängt
worden?

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